<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Die Alchimistin</title>
	<atom:link href="http://www.diealchimistin.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.diealchimistin.de</link>
	<description>Alchimie in drei Akten</description>
	<lastBuildDate>Wed, 05 Sep 2012 11:00:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Enges Leder an den Schläfen.</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/leder/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/leder/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 09:17:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonusartikel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=1111</guid>
		<description><![CDATA["Gillian versuchte zu nicken, aber die Riemen und Schnallen hielten seinen Kopf fest wie ein Schraubstock."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Er spürte wieder die Schnallen an seinem Hinterkopf, enges Leder an den Schläfen.</p>
<p style="font-size: 10px; text-align: justify;">(Kai Meyer: Die Gebannte. München: Heyne 2012, S. 48.)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Was Gillian dort spürt, ist eine Maske aus Leder. Solcherlei Gesichtsmasken wurden in den Psychiatrien des 19. Jahrhunderts verwendet, um die Gefangenen am Schreien zu hindern.</p>
<div id="attachment_1117" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><a href="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/05/Autenriethsche-Maske.jpg"><img class="size-full wp-image-1117  " title="Autenriethsche Maske" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/05/Autenriethsche-Maske.jpg" alt="Autenriethsche Maske" width="266" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">Autenriethsche Maske</p></div>
<p style="text-align: justify;">Gillians Maske hingegen bedeckt die Augen, damit sein Peiniger dem Blick nicht ausgesetzt wird.</p>
<blockquote><p>Er trug eine Maske aus Lederbändern, die seine Augen bedeckte, Nase und Mund jedoch frei ließ. Sie musste am Hinterkopf mit Schnallen fixiert sein.</p>
<p style="font-size: 10px;">(Kai Meyer: Die Gebannte. München: Heyne 2012, S. 113.)</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Die bekannteste ist die sogenannte <strong>Autenriethsche Maske</strong>, die der Dichter Friedrich Hölderlin während seiner Zwangsbehandlung in der Tübinger Universitätsklinik (1806) tragen musste:</p>
<blockquote><p>Es gab aber im Klinikum die Autenriethsche Maske, vom Leiter des Instituts gegen das Schreien seiner Patienten erfunden. Sie bestand aus Schuhsohlenleder und umfaßte unten mit einer Art Boden das Kinn. Dem Mund gegenüber befand sich auf der inneren Seite ein weich ausgepolsterter Wulst von feinem Leder. Je eine Öffnung war für Nase und beide Augen bestimmt. Mit zwei Riemen, die über und unter den Ohren von vorn nach hinten liefen, wurde die Maske am Hinterkopf befestigt, während ein dritter breiter Riemen, durch lederne Bügel an den Seiten der Maske gehalten, unten den Boden der Mundhöhle quer faßte und oben auf dem Scheitel zusammengeschnallt wurde. Dadurch war das zu weite Öffnen des Mundes verhindert. Die Lippen drückte der Lederwulst von vorn gegeneinander. Damit der Kranke die Maske nicht herunterreißen konnte, wurden ihm die Hände auf dem Rücken zusammengebunden. In dieser Zwangslage ließ man die Patienten manchmal für Stunden, und nach den Versicherungen Autenrieths, schrien sie später nicht mehr, selbst wenn man ihnen die Maske abgenommen hatte.</p>
<p style="font-size: 10px;">(Gerhard Wolf: Der arme Hölderlin. In: Christa Wolf, Gerhard Wolf: Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht: Projektionsraum Romantik. Berlin: Insel 2008, S. 17.)</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/leder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gillian drehte und drehte und drehte sich.</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/drehstuhl/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/drehstuhl/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonusartikel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=1046</guid>
		<description><![CDATA[Der unheimliche Stuhl, auf dem Gillian gefangen gehalten wird, war eine anerkannte Therapie-Maschine in den Psychiatrien des 19. Jahrhunderts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Er lag auf dem Rücken, nein, er saß. Aufrecht, mit geradem Kreuz und herausgedrückter Brust, wie auf einem Thron. Er konnte sich nicht aus eigener Kraft bewegen, stattdessen wurde er bewegt. Rund und rund im Kreis. Übelkeit und Schwindel waren übermächtig, doch bewusst spürte er sie nur in wenigen kostbaren Augenblicken. Womöglich füllten sie ihn längst derart aus, dass sie jede andere Empfindung erstickten.<br />
Er drehte und drehte und drehte sich auf seinem Sitz, Arme und Beine festgeschnallt, drehte und drehte sich, den Hals fest an die hohe Lehne gezurrt, die Augen verbunden, spitze Schnallen am Hinterkopf, schmerzhaft wie Nägel, die in seinen Schädel drangen.<br />
[Kai Meyer: Die Gebannte. München 2012, S. 28f.]</p>
</blockquote>
<div id="attachment_1047" class="wp-caption alignright" style="width: 173px"><a href="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/05/Cox_Swing.gif"><img class="size-medium wp-image-1047" title="Drehstuhl" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/05/Cox_Swing-173x300.gif" alt="Cox´s Swing und Darwin´s Chair" width="173" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Cox´s Swing (oben) und Darwin´s Chair (unten)</p></div>
<p style="text-align: justify;">Im ausgehenden 18. Jahrhundert setzte sich die Erkenntnis durch, dass geistige Erkrankungen heilbar seien. Die sogenannten Psychiker vertraten die Ansicht, dass Geisteskrankheiten als Folge von Sünden aufträten. Die Therapie erfolgte mit Methoden, welche die Seele erschüttern sollten: Stock- und Rutenschläge, Schockkuren wie Schnee- oder Sturzbäder, körperliche Erschöpfung durch Hungerkuren, Zwangsstehen, Verabreichung von Brech- und Abführmitteln, Flagellation (Auspeitschen), Elektrizität, glühende Eisen, Senfpflaster, Ameisen und vieles mehr.</p>
<blockquote><p>Die Mitte des Kuppelsaals wurde von einem hochlehnigen Holzstuhl beherrscht. Er stand auf einem runden Podest, das man auf einem Unterbau aus tellergroßen Zahnrädern und Winden angebracht hatte. Eine ölige Maschinenkette verschwand in einer Öffnung im Boden. Augenscheinlich ließen sich Stuhl und Podest in Drehung versetzen wie ein Karussell, doch im Augenblick bewegte sich nichts.<br />
[Kai Meyer: Die Gebannte. München 2012, S. 113.]</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der <strong>Darwin’s Chair</strong> war senkrecht an einer Kurbelwelle aufgehängt. Bei der Behandlung wurde der Kranke auf dem drehbaren Stuhl festgeschnallt und dieser in schnelle Rotation versetzt, bis der Patient bewusstlos wurde oder ihm Blut aus Nase und Mund lief.<br />
Diese Heilapparate sollten durch das Provozieren von Schwindel, Erbrechen und Kreislaufschwankungen auf das Gehirn wirken und dort eine Umstimmung der Krankheit bewirken. Es gab verschiedene Ausprägungen dieser Apparate, zum Beispiel die Cox’s Swing, die Halloran’sche Schaukel, das hohle Rad und sogar ein Drehbett, welches angeblich 120 Drehungen in der Minute schaffte.<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/drehstuhl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Gebannte: Große Gewinnaktion</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/gewinnaktion/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/gewinnaktion/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 17:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=1005</guid>
		<description><![CDATA[Gewinne eines von drei Fanpaketen für deine Rezensionen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kai Meyers Neuigkeitenbrief startet mit einem Paukenschlag, denn es gibt ein Fanpaket zu gewinnen, das seinesgleichen sucht:<br />
&nbsp;</p>
<blockquote><p>Vor wenigen Tagen ist <a title="Die Gebannte" href="http://www.diealchimistin.de/aurum-potabile/gebannte/" target="_blank">Die Gebannte</a> erschienen, nach <a title="Die Alchimistin" href="http://www.diealchimistin.de/aurum-potabile/alchimistin/" target="_blank">Die Alchimistin</a> und <a title="Die Unsterbliche" href="http://www.diealchimistin.de/aurum-potabile/unsterbliche/" target="_blank">Die Unsterbliche</a> der dritte Band meiner Reihe um Aura Institoris. Wer noch keinen der Romane gelesen hat, hat Aura womöglich bereits bei ihrem kurzen Gastauftritt in <a title="Arkadien brennt" href="http://www.amazon.de/gp/product/3551582025/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwdittebrand-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3551582025" target="_blank">Arkadien brennt</a> kennengelernt.<br />
Um die Premiere des neuen Bandes gebührend zu feiern, könnt ihr jetzt allerlei Preise gewinnen.<br />
<a href="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Fanpaket.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1025" title="Fanpaket" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Fanpaket-217x300.jpg" alt="Gewinne" width="217" height="300" /></a><br />
<strong>Das Wichtigste zuerst:</strong><br />
&nbsp;<br />
Die drei Hauptgewinner erhalten jeweils ein großes Fanpaket. Jedes Paket besteht aus folgenden Teilen (alle signiert und personalisiert):</p>
<ul>
<li><a title="Die Gebannte" href="http://www.diealchimistin.de/aurum-potabile/gebannte/" target="_blank">Die Gebannte</a> (wahlweise <a title="Die Sturmkönige - Dschinnland" href="http://www.amazon.de/gp/product/3404164261/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwdittebrand-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3404164261" target="_blank">Die Sturmkönige – Dschinnland</a>)</li>
<li>Die vergriffene Hörspiel-Box <a title="Grammophon" href="http://www.diealchimistin.de/aurum-potabile/hoerspiele/" target="_blank">Die Alchimistin</a> (4 CDs)</li>
<li>Die DVD der Romanverfilmung <a title="Das Gelübde (Film)" href="http://www.amazon.de/gp/product/B001HY8QNQ/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwdittebrand-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B001HY8QNQ" target="_blank">Das Gelübde</a></li>
<li>Das Comic-Hardcover <a title="Lanze und Licht (Comic)" href="http://www.splitter-verlag.eu/das-wolkenvolk-lanze-und-licht.html" target="_blank">Lanze und Licht</a></li>
<li>Die Anthologie <a title="Die Teufelsanbeter" href="http://www.zaubermond.de/zaubermond_shop.html?cat=12&amp;shopmenu=info&amp;ftu=7284f93164" target="_blank">Die Teufelsanbeter</a> mit meiner Novelle <em>Das Haus des Kuckucks</em>, einem frühen Vorläufer von <a title="Die Alchimistin" href="http://www.diealchimistin.de/aurum-potabile/alchimistin/" target="_blank">Die Alchimistin </a>(bislang erhältlich in der lange vergriffenen Sammlerausgabe <em>Giebelschatten</em>)</li>
<li>Diverse Autogrammkarten und Lesezeichen</li>
</ul>
<p>Fünf weitere Gewinner erhalten je ein signiertes und personalisiertes Buch meiner Wahl.<br />
&nbsp;<br />
<strong>Wie könnt ihr teilnehmen?</strong><br />
&nbsp;<br />
Schreibt eine Rezension zu <a title="Die Gebannte" href="http://www.diealchimistin.de/aurum-potabile/gebannte/" target="_blank">Die Gebannte</a> und postet sie im Internet. Für jede nachweisliche Veröffentlichung erhaltet ihr Punkte:</p>
<ul>
<li>1 Punkt für eine Veröffentlichung bei Literaturportalen und -foren wie <a href="http://www.lovelybooks.de/" target="_blank">lovelybooks.de</a>, <a href="http://www.goodreads.com/" target="_blank">goodreads.com</a>, <a href="http://www.buechereule.de/wbb2/hmportal.php" target="_blank">buechereule.de</a>, <a href="http://fantasy-forum.net/" target="_blank">fantasy-forum.net</a> und anderen eurer Wahl.</li>
<li>2 Punkte für eine Veröffentlichung bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453268091/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwdittebrand-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453268091" target="_blank">Amazon.de</a>, <a href="http://www.weltbild.de/3/17142785-1/buch/die-gebannte.html" target="_blank">Weltbild.de</a>, <a href="http://www.buecher.de/shop/erzaehlungen/die-gebannte-die-alchimistin-bd-3/meyer-kai/products_products/detail/prod_id/34505116/" target="_blank">Buecher.de</a> und anderen gängigen Online-Buchhändlern</li>
<li>3 Punkte für eine Veröffentlichung in eurem eigenen Blog (als Eintrag, nicht als Kommentar) oder auf eurer eigenen Facebook- oder Google+-Seite</li>
</ul>
<p>Die Anzahl eurer Punkte bestimmt, wie oft euer Name in der Lostrommel landet, aus der die drei Gewinner gezogen werden.<br />
Beispiel: Du veröffentlichst deine Rezension zu <a title="Die Gebannte" href="http://www.diealchimistin.de/aurum-potabile/gebannte/" target="_blank">Die Gebannte</a> bei Amazon (2 Punkte), auf deiner Facebook-Seite (3 Punkte) und bei Lovelybooks (1 Punkt). Macht sechs Punkte. Dein Name kommt also sechsmal in die Lostrommel. Ergo: Je häufiger du die Rezension postest, desto größer wird deine Chance, eines der drei Fanpakete zu gewinnen.<br />
&nbsp;<br />
Sendet nach Erscheinen eurer Rezensionen eine E-Mail unter dem Betreff &#8220;Fan-Aktion&#8221; mit direkten Links zu den jeweiligen Internetseiten an: <strong>info@kaimeyer.com</strong><br />
&nbsp;<br />
Einsendeschluss ist der 30. April 2012.<br />
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><span style="text-align: right;">Zur Anmeldung für weitere Neuigkeitenpost:<br />
</span><a href="http://www.kai-meyer.de/cms/index.php/home-de/newsletter/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-888" title="Meyer-Icon" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/ico-meyer.png" alt="Meyer-Icon" width="16" height="16" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/gewinnaktion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Gebannte als Hörbuch</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/die-romane-als-horbucher/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/die-romane-als-horbucher/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 09:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=447</guid>
		<description><![CDATA[Die Romane wurden ungekürzt von Philipp Schepmann als Hörbücher eingelesen. Nun gibt es den neuen Teil <em>Die Gebannte</em>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Romane <em>Die Alchimistin</em>, <em>Die Unsterbliche</em> und <em>Die Gebannte</em> wurden ungekürzt von Philipp Schepmann als Hörbücher eingelesen. Exklusiv gibt es nun den dritten Teil <em>Die Gebannte</em> bei audible.de.</p>
<p id="audioplayer_single" style="float: left;"><a href="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Gebannte-Hoerbuch.mp3">Hoerprobe</a></p>
<p><script type="text/javascript">  
    AudioPlayer.embed("audioplayer_single", {soundFile: "http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Gebannte-Hoerbuch.mp3"});  
</script> </p>
<div id="attachment_461" class="wp-caption alignright" style="width: 120px"><a href="http://www.lauscherlounge.de/" target="_blank"><img class=" wp-image-461 " title="Logo Lauscherlounge" src="/wp-content/uploads/2012/01/Logo-Lauscherlounge.png" alt="" width="120" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Die Lauscherlounge</p></div>
<div id="attachment_980" class="wp-caption alignright" style="width: 120px"><a href="http://www.audible.de/pd/B007K5DXXY" target="_blank"><img class=" wp-image-980  " title="Die Gebannte" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Hoerbuch-Gebannte.jpg" alt="Cover Hörbuch" width="120" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Das Hörbuch</p></div>
<p>Philipp Schepmann las 2004 bereits das Hörbuch für Kai Meyers <em>Das Buch von Eden</em> und war der Wunschkandidat des Autors. Die Produzenten Oliver Rohrbeck und Kai Schenker von der Lauscherlounge haben einige Hebel in Bewegung gesetzt, um seine Besetzung möglich zu machen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/die-romane-als-horbucher/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
<enclosure url="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Gebannte-Hoerbuch.mp3" length="2212407" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Gewinn: Die Gebannte</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/gewinnspiel/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/gewinnspiel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 10:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=912</guid>
		<description><![CDATA[Für Kenner von Kai Meyers Werk gibt es ein Exemplar des Romans <em>Die Gebannte</em> zu gewinnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Die-Gebannte-Schreibtisch.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-930" title="Die Gebannte " src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Die-Gebannte-Schreibtisch-247x300.jpg" alt="Exemplar" width="247" height="300" /></a>Zum Erscheinen des dritten Alchmistin-Bandes <em>Die Gebannte</em> gibt es ein Exemplar des Romans zu gewinnen. Dazu ein kleines Rätsel für Auskenner.</p>
<p>Kai Meyer schrieb einst eine Kurzgeschichte, über die er Folgendes sagte:</p>
<blockquote><p>Leser meines Romans <em>Die Alchimistin</em> werden bemerken, dass ich den Aufhänger der Novelle – ein Waisenjunge wird in den Haushalt einer reichen Familie aufgenommen und verbreitet Unheil – darin noch einmal aufgegriffen habe. Sogar der Name dieser Figur, Christopher, ist derselbe geblieben.</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich verschenke das Buch an einen von Euch, der die richtige Antwort kennt auf die Frage:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wie heißt diese Novelle?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-size: 10px; text-align: right;">(Bitte kommentiert Eure Antworten unter diesem Beitrag, und dann könnt Ihr Daumen und große Zehen drücken! Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ausgependelt und nach sieben mal sieben Antworten bekannt gegeben.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/gewinnspiel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Alchimistin: alternatives Cover</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/alchimistin-cover/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/alchimistin-cover/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 08:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=106</guid>
		<description><![CDATA[Dieter Jüdt entwarf vor etwa fünfzehn Jahren Cover für <em>Die Alchimistin</em>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf früheren Ausgaben von <em>Die Alchimistin</em> und <em>Die Unsterbliche</em> wurden meist historische Gemälde abgebildet. Für die Hardcover-Ausgabe von <em>Die Alchimistin</em> lag 1998 zudem ein Entwurf von <a href="http://www.dieterjuedt.com/">Dieter Jüdt</a> vor, der leider keine Verwendung fand. Etwa zeitgleich illustrierte Jüdt auch die Erstausgabe von Kai Meyers Roman <em>Das Gelübde</em> und arbeitete mit ihm am Comic-Album <em>Engel Pandoramicum</em>.</p>
<p><a href="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/01/Coverentwurf-Jüdt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-585" title="Dieter Jüdt: Die Alchimistin" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/01/Coverentwurf-Jüdt1.jpg" alt="Coverentwurf" width="800" height="508" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/alchimistin-cover/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Gebannte: Original und Titelbild</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/original-und-titelbild/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/original-und-titelbild/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 08:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=89</guid>
		<description><![CDATA[Die Vorlage für das Cover 
von <em>Die Gebannte</em>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kai Meyer veranschaulicht, wie Titelbilder entstehen können: Hier ist ein direkter Vergleich der Vorlage zum Cover von <em>Die Gebannte</em> mit dem fertigen Buch.<br />
Das Motiv auf der linken Seite stammt aus einer Sammlung mit historischen, alchimistischen Zeichnungen; rechts ist zu sehen, wie es die Grafiker des Heyne Verlages umgesetzt haben.</p>
<p><a href="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/01/Vergleich-Cover.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-92" title="Vergleich" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/01/Vergleich-Cover-1024x410.jpg" alt="Original und Cover" width="700" height="280" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/original-und-titelbild/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lesungen in Leipzig</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/lesungleipzig/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/lesungleipzig/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 11:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=840</guid>
		<description><![CDATA[Die erste Lesung aus <em>Die Gebannte</em> findet im Rahmen von <em>Leipzig liest</em> statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_841" class="wp-caption alignright" style="width: 247px"><a href="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Lesung-Leipzig-2011.jpg"><img class="size-medium wp-image-841" title="Lesung Leipzig 2011" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/Lesung-Leipzig-2011-247x300.jpg" alt="Lesung &quot;Arkadien fällt&quot;" width="247" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kai Meyer auf der Leipziger Buchmesse 2011</p></div>
<p>Kai Meyer wird auch dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse präsent sein und sowohl aus seinem Roman <em>Arkadien fällt</em> lesen als auch signieren, bis ihm Stifte und Stempel glühen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Etwas Besonderes dürfte die erste Lesung aus dem neuen Roman <em>Die Gebannte</em> werden:</p>
<p>Freitag: 16. März 2012<br />
Schlag: 20.15 Uhr<br />
Stätte: Buchhandlung Hugendubel<br />
(Petersstrasse 12-14, Leipzig)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="right">Alle anderen Termine:</p>
<p><a href="http://www.kai-meyer.de/cms/index.php/home-de/termine/"><img class="size-full wp-image-888 alignright" title="Meyer-Icon" src="http://www.diealchimistin.de/wp-content/uploads/2012/03/ico-meyer.png" alt="Meyer-Icon" width="16" height="16" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/lesungleipzig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Entstehung: Die Alchimistin</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/entstehung-die-alchimistin/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/entstehung-die-alchimistin/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 12:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonusartikel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=741</guid>
		<description><![CDATA[In der Neuauflage von <em>Die Alchimistin</em> gibt es ein ausführliches Bonusmaterial. Dabei verrät der Artikel <em>Die Entstehung des Romans</em> viel über Kai Meyers Arbeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Woher nehmen Sie Ihre Ideen?</em> Diese Frage wird Autoren immer wieder gestellt. Dabei ist die Antwort auf die Herkunft von Ideen knifflig. Manche entstehen aus dem Nichts, andere wachsen langsam – und immer wieder verändern sie sich vom ersten Gedanken bis zum fertigen Roman. Dieser komplexe Prozess lässt sich anhand von Kai Meyers Aufzeichnungen nachvollziehen, die während seiner Arbeit an <em>Die Alchimistin</em> entstanden.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Nestor</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Als erste greifbare Figur entsteht in den Notizen Nestor Nepomuk Institoris, als Antagonist und Unsterblicher, wobei die Verwicklungen der insgesamt drei Antagonisten untereinander bis zum endgültigen Roman immer ausgefeilter werden. So gibt es in den Notizen zunächst nur Nestor und Lysander als unsterbliche Gegenspieler. Erst im Exposé kommt Morgantus hinzu; als Lysanders Meister ist er mit ihm auf der Suche nach dem Gilgameschkraut, das hier noch ewige Jugend – und nicht nur, wie im Roman, ewiges Leben – schenkt.<br />
Nestor wird zunächst in der Geschichte der Alchimie verankert, indem er als Schüler des berühmten historischen Alchimisten Nicolas Flamel (etwa 1330–1413/18) bezeichnet wird. Zudem verfügt er im Frühstadium der Geschichte über eine bemerkenswerte alchimistische Eigenschaft:</p>
<blockquote><p>Nestor „belebt“ alles, wenn er spricht (z. B. „Seele“ der Steine, „Geburt“ des Goldes etc.) → üblich für Alchimisten</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Durch das Erscheinen von Morgantus wird Flamel als Nestors Meister jedoch hinfällig.<br />
Die Notizen geben der Entwicklung der Antagonisten zunächst mehr Raum als den Protagonisten, ein wichtiger Entwicklungsansatz ist hier bereits ausformuliert:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Alle Antagonisten leiden, werden dadurch im Laufe der Handlung selbst zu Opfern u./o. sympathischen Figuren</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Antagonist in Gegenwart Bösewicht, in Vergangenheit aber Opfer</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Besonders Nestors Entwicklung wird hier vorweggenommen, wie die späteren Rückblenden der Kinder in seine Entwicklung zeigen. Zunächst aber beginnt das Exposé damit, ihn als Feind seiner eigenen Familie einzuführen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Norddeutschland im Jahre 1897, im abgelegenen Landschloß der Familie Institoris: „Vater haßt dich! Vater haßt uns alle!“ ruft die kleine Sylvette Institoris (10) aus, als eine Kutsche den Waisenjungen Christopher (17) vor dem Schloß absetzt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nestor wandelt sich vom Despoten zum Opfer seiner Bemühungen und bringt im selben Moment den eigentlichen Feind zum Vorschein: Morgantus, der im Hintergrund die Fäden zieht. Im Exposé ist er mit Lysander verbündet und erscheint zeitweise wie dessen Handlanger, im Roman spielt er als Meister die anderen beiden gegeneinander aus. Die ursprüngliche Einzelfigur ist bis zum Roman in drei Charaktere zerfallen.</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Christopher und Aura</strong></h2>
<p>Christophers Charakterisierung beginnt bereits früh in den Notizen:</p>
<blockquote><p>Junger Waise (♂) wird von reicher Frau ins Haus genommen. Man glaubt erst, er sei Held, er verfällt aber dem „Bösen“.</p></blockquote>
<p>Für die Charakterisierung Christophers griff Kai Meyer eine Idee auf, die er für seine frühe Geschichte <em>Das Haus des Kuckucks</em> entwickelt hatte. Dazu vermerkte er im Vorwort zu dieser Novelle: „Leser meines neuen Romans DIE ALCHIMISTIN werden bemerken, daß ich den Aufhänger der Novelle – ein Waisenjunge wird in den Haushalt einer reichen Familie aufgenommen und verbreitet Unheil – darin noch einmal aufgegriffen habe. Sogar der Name dieser Figur, Christopher, ist derselbe geblieben.“ [Kai Meyer: Einleitung. In: Giebelschatten. Novellen. Kerpen 1998, S. 10.] Während der ursprüngliche Christopher in <em>Das Haus des Kuckucks</em> das Übel in Form charakterlicher Schwäche mit ins Haus bringt, wird es in <em>Die Alchimistin</em> vor allem durch den Kontakt zu Nestor heraufbeschworen, wie Meyer in den Notizen vermerkte:</p>
<blockquote><p>Christophers erster Auftrag: Er darf Nestors alchimistisches Feuer nicht verlöschen lassen. Muß nicht mehr zum Schulunterricht, ist nur noch bei Nestor. (Konflikt im Haus mit anderen)</p></blockquote>
<p>Im Roman braucht es den Schulunterricht nicht, um eine angespannte Situation im Hause Institoris zu konstruieren. So ist auch eine andere Problematik im Roman nicht mehr vonnöten: Der Streit um Auras Zimmer. In den Notizen steht dazu:</p>
<blockquote><p>Konflikt: Darf Christopher Auras Zimmer beziehen? Anfangs undenkbar, später stimmt Charlotte zu (von Christopher manipuliert)</p></blockquote>
<p>Was hier noch Christophers Machtübernahme im Schloss illustrieren soll, wird im Exposé genutzt, um Nestors Absichten anzudeuten:</p>
<blockquote><p>Nestor macht alles nur noch schlimmer, indem er scheinbar gedankenlos erwähnt, Christopher könne doch Auras Zimmer beziehen, wenn sie ins Internat fahre. [...] (Was der Leser noch nicht weiß und erst viel später erfahren wird: Nestor ist keineswegs der harmlose Kauz, als der er sich ausgibt. Tatsächlich versucht er ganz bewußt, Christopher und Aura gegeneinander aufzuhetzen. [...])</p></blockquote>
<p>Christophers charakterlicher Verfall schwankt in den einzelnen Stufen der Romanentstehung. Zunächst wird er als Assistent Nestors und Spion Lysanders entworfen, dessen einziges Begehren die Unsterblichkeit ist:</p>
<blockquote><p>Christopher assistiert Nestor → zwecklos. Wird dann zu Spion für Lysander, im Austausch gegen Rezept.</p></blockquote>
<p>Im Exposé ist er zwar bereits als liebevoller Bruder Sylvettes erkennbar, jedoch bleibt er bei Nestors Ermordung passiv, da er seinen eigenen Vorteil wittert:</p>
<blockquote><p>„Der Seemann hat ein neues Rad“, versteht Christopher, während er aus einem Versteck tatenlos zusieht, wie der Fremde Nestor tötet. Christopher hat einen Grund, nicht einzugreifen: Er ahnt, woran Nestor forschte und hofft, selbst hinter das Geheimnis der Unsterblichkeit zu kommen. Die Gier danach vergiftet sein Denken, seinen Charakter.</p></blockquote>
<p>Im Roman ist Christophers Wandlung schleichender, er ist unbeabsichtigt tatenloser Zeuge des Mordes an Nestor, weil ihn der Schock und seine Allergie am Einschreiten hindern:</p>
<blockquote><p>Christopher stand wie erstarrt an der Tür. Der Geruch des Buchbinderleims lag schwer auf seiner Brust, er keuchte, dann überkam ihn ein entsetzlicher Hustenanfall. Er konnte nicht anders, er musste die Tür schließen. Musste… sie… schließen.</p></blockquote>
<p>Die Allergie ist eine Eigenart Christophers, die erstmalig in den handschriftlichen Randnotizen des Exposés zu finden ist, genauso wie Daniels verbundene Handgelenke, Charlottes Muschelmarotte und die Übelkeit erregende Wirkung des Gilgameschkrauts bei der Anwesenheit alter Menschen. Sie quetschen sich zwischen Hinweise auf Werke, aus denen Kai Meyer Stimmungen oder Bilder übernahm. So verweist er auf die unheimlichen Landschaften aus Edgar Allan Poes <em>Der Untergang des Hauses Usher</em> und E. T. A. Hoffmanns <em>Das Majorat</em> sowie auf Abbildungen in Alison Couderts Sekundärwerk <em>Der Stein der Weisen</em>, die als Vorlage für die Fenster im Schloss dienten. Ebenso sind Auras Ohrringe und ihre abgekauten Fingernägel als Randnotizen auszumachen. Letztere Eigenart übernahm Meyer auch für Rosa Alcantara in den <em>Arkadien</em>-Romanen als nervösen Spleen; Rosas charakterliche Verwandtschaft mit Aura hat er später häufig in Interviews erwähnt. So überrascht es kaum, dass Aura in <em>Arkadien brennt</em> einen kurzen Gastauftritt absolviert. Eine weitere Eigenart taucht in den Notizen auf, noch bevor Aura ihren Namen erhält:</p>
<blockquote><p>Vater (o. ä.) erzählt Tochter von Piercing-Sitten der Afrikaner. Später, in Streß-Situation, beginnt sie, sich selbst zu piercen, immer mehr und mehr.</p></blockquote>
<p>Im Roman sind Auras Piercings kein Ausdruck von Stress, sondern von Trotz:</p>
<blockquote><p>Goldene Ringe glitzerten längs der Innenseiten ihrer Schenkel, auf jeder Seite neunzehn. [...] Es tat nicht so weh, wie sie erwartet hatte, aber das scharfe Ziehen genügte, um sie an die achtunddreißig Monate zu erinnern, die ihr bevorstanden. Ihre Monate im Internat. Für jeden einzelnen ein Ring. Ausgerechnet Friedrich hatte sie auf die Idee gebracht, kurz vor seiner Abreise nach Afrika vor knapp einem Jahr. Damals hatte er im Kreis der Familie von Eingeborenen erzählt, die ihre Körper an den intimsten Stellen mit Schmuck behängten.</p></blockquote>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Die Schauplätze</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Schloss Institoris befindet sich laut Exposé in Norddeutschland und wird mit einer Kutsche angefahren, erst im Roman ist der Standort in die Ostsee verlegt worden. In seiner Skizze verweist Kai Meyer auf das Gemälde <em>Die Toteninsel</em> von Arnold Böcklin als Vorlage. Im Roman begründet Lysander den Bezug:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">»Ich ließ es vor beinahe siebzehn Jahren in Florenz anfertigen, von einem Schweizer namens Böcklin [...] Die Gräfin beschrieb Böcklin das Motiv entsprechend meinen Wünschen, und er fertigte daraufhin dieses wunderbare Gemälde an. Ein Meisterstück, ohne Zweifel. Ich ließ ihm meine Bitte ausrichten, es Die Toteninsel zu nennen. [...] Die Toteninsel – der Name sagt eigentlich alles, nicht wahr?« Lysander lachte leise und führte den Pinsel erneut in kühnem Schwung über die Leinwand. »Diese Insel, mein Lieber, ist mehr oder minder das Abbild eines tatsächlichen Ortes, hoch oben im Norden Preußens.«</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zwei weitere Schauplätze haben ihre Örtlichkeiten während des Schreibprozesses geändert. So heißt es im Exposé:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Gillian (30), ein Hermaphrodit, betritt das prunkvolle Palais des geheimnisvollen Lysander.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Erst handschriftliche Randbemerkungen in der Handlungsskizze verlegen Lysanders Aufenthaltsort in die Kellerlabyrinthe der Hofburg und greifen so einen Notizverweis auf die Wiener Katakomben auf. Auch die Fettfischer nehmen erst zwischen den Anmerkungen im Exposé und dem Roman Form an. Im Handlungsabriss sind es noch Lysanders Handlanger, die Gillian und die drei Stiefgeschwister aus dem Hotel entführen und in das Palais bringen.<br />
Ein weiterer Ortswechsel betrifft Nestors Garten. In den ersten Notizen heißt es:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Geheimnis nicht in Kellern etc. des Anwesens, sondern im Garten.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Abkehr vom Klischee der dunklen Keller, in denen sich Familiengeheimnisse stapeln, wird im Exposé und Roman verschärft, wenn der Garten auf dem Dach des Hauses platziert wird. So lebt die Familie nicht auf ihren Geheimnissen, sondern unter ihnen. Die symbolische Basis wird zum bedrohlichen Mantel über dem Schloss Institoris und dessen Bewohnern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right; font-size: 12px;">[Auszug aus: Hanka Jobke: Die Entstehung des Romans. In: Kai Meyer: Die Alchimistin. Heyne Verlag, München 2011, S. 467–483.]</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/entstehung-die-alchimistin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Entstehung: Die Unsterbliche</title>
		<link>http://www.diealchimistin.de/entstehung-die-unsterbliche/</link>
		<comments>http://www.diealchimistin.de/entstehung-die-unsterbliche/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 11:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonusartikel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.diealchimistin.de/?p=754</guid>
		<description><![CDATA[Auch in der Neuauflage von <em>Die Unsterbliche</em> ermöglicht der Artikel <em>Die Entstehung des Romans</em> einen Einblick in Kai Meyers Arbeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Im Gegensatz zu der Entwicklung des ersten Romans waren ausführliche Figurenentwicklungen nicht mehr nötig, denn die Protagonisten existierten bereits. Nur zwei neue Charakterentwürfe sind in den Notizen erkennbar und beide sind im Roman anders verwirklicht worden: Konstantin vereint im fertigen Buch die Eigenschaften des mysteriösen Fulcanellis und des Grafen von Saint-Germain in sich; Eduardo Fuente hingegen fehlt im Roman das in den Notizen angedachte Talent, die alchimistische Sprache der Vögel zu sprechen. Zudem war er ursprünglich als Helfer Auras geplant, nicht als ihr Gegner.</p>
<h2 style="text-align: center;">Fulcanelli</h2>
<p style="text-align: justify;">In den Notizen gedeiht früh die Idee, Fulcanelli als Charakter auftreten zu lassen. Die entsprechenden Einträge umfassen Hinweise auf die historischen Gerüchte über Fulcanelli selbst, Anmerkungen zu seinem Schüler Eugene Canseliet, der Fulcanellis Werke im frühen 20. Jahrhundert veröffentlichte, und eine weitere Figur:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Charakter versucht, irgendwo im Nirgendwo (Spanien?), die ideale gotische Kathedrale zu errichten<br />
Aura und Fulcanelli suchen gemeinsam.<br />
Szene: Fulcanelli erklärt Aura die Bedeutung der gotischen Kathedralen</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Eine ominöse Alchimistengruppe, Verehrer der Schwarzen Madonna, führt Aura in den Notizen zu Fulcanelli:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">„Naive“ Alchimisten-Vereinigung (Heliosophen?) trägt Gürtel mit gekreuzten Linien<br />
Fulcanelli-Gruppe: Frères d´Heliopolis → Brüder von Heliopolis</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Heliosophische Bruderschaft verdichtet sich im Exposé zum Zirkel um Philippe Monteillet; ursprünglich war dies der Name seines Kultes um die Schwarze Isis.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Beim Maskenball. Unter den Anwesenden sind auch die Mitglieder des alchimistischen Zirkels, dem Philippe angehört – die sogenannten Brüder von Heliopolis.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Neben der Bruderschaft ist in den Notizen eine weitere klandestine Gesellschaft angedacht, die Aura begegnen soll:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Geheimbund, der Jagd auf Unsterbliche macht, um so auf dem Grab eines Unsterblichen das Kraut züchten zu können.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sowohl die Brüder von Heliopolis als auch der in den Notizen angedeutete Geheimbund haben alchimistische Motive. Diese sind im Roman auf die religiös konnotierten Templerassassinen übergegangen. Philippe beschäftigt sich nur marginal mit Alchimie, sein Hauptanliegen gilt der Suche nach dem Gral und die damit verbundene Rehabilitierung seines Ordens.<br />
Fulcanelli schaffte es als eigene Figur nicht in den Roman. Zeitweilig plante Kai Meyer, Konstantin mit einem Interesse für gotische Kathedralen zu versehen, um anzudeuten, dass er der Verfasser jener Werke war, die einige Jahre später unter dem Fulcanelli-Pseudonym erschienen. Im fertigen Roman fand sich dafür jedoch kein Platz mehr. „Dass dies im Buch gar keine Rolle mehr spielt“, erinnert sich Meyer, „war mir all die Jahre über gar nicht bewusst. Für mich war bis zu meiner Überarbeitung des Romans, Anfang 2011, immer vollkommen klar, dass Konstantin Fulcanelli ist. Ich war ziemlich überrascht, als ich feststellte, dass die Andeutungen, die ich zehn Jahre zuvor geplant hatte, im Roman gar nicht auftauchen. Immerhin – widersprochen wird der Theorie auch an keiner Stelle.“</p>
<h2 style="text-align: center;">Der Stern des Magus</h2>
<p style="text-align: justify;">Eine wichtige Funktion wird der sechsfingrigen Hand zugewiesen. Als Symbol für den Stern des Magus ist sie für Aura der Auslöser ihrer Suche:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sie nickte. »Wer dem sechsstrahligen Stern folgt, wird irgendwann ans Ziel gelangen.«</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ausgehend davon entwarf Meyer laut den Notizen zunächst eine Figur mit wegweisender Eigenschaft, wobei der blutige Handabdruck von Beginn an Bestandteil der Idee war und sich daraus die Eröffnungsszene ergab:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Symbolik des sechsstrahligen Sterns</p>
<p style="text-align: justify;">Dubioser Charakter mit sechs Fingern an der rechten Hand → Bote/Herold/Führer<br />
„führt“ wie der sechsstrahlige Stern die Magi</p>
<p style="text-align: justify;">Handabdrücke mit sechs Fingern</p>
<p style="text-align: justify;">Szene: Aura erwacht: Auf ihrer Decke, zwischen Beinen, blutiger Handabdruck → 6 Finger (1. Szene?)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Im Exposé wurde die führende Funktion bereits wieder zurück auf den Stern übertragen, der hier noch als Siegel des Salomon bezeichnet wird.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Aura erklärt ihm [...], daß es mit der sechsfingrigen Hand eine besondere Bewandtnis hat: Sie glaubt, daß es sich um eine symbolische Abbildung des sogenannten Siegel des Salomon handelt, eines sechsstrahligen Sterns, der wiederrum auf dem Stern von Bethlehem basiert – dieser soll sich, einigen Überlieferungen zur Folge, aus sechs Lichtstrahlen zusammengesetzt haben. In der Alchimie gilt Salomons Siegel als ein Hinweis auf das Große Werk, den Stein der Weisen – folgt man ihm, so kommt man irgendwann zum Ziel, genau wie die Weisen aus dem Morgenland.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der sechszackige Stern ist auch als Hexagramm oder Davidschild bekannt. Die im Roman verwendete Bezeichnung Stern des Magus ist alchimistischer gefärbt als das biblisch konnotierte Siegel des Salomon.<br />
Im Exposé macht sich Fuente die wegweisende Funktion des Sterns zu eigen und lockt damit Aura aus ihrem Hotelbett und durch Grimauds Bibliothek in das Kastell ihres Vaters. Der Schließfachschlüssel hat im Handlungsaufriss noch keinen Anhänger:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Plötzlich läßt vor ihr in dem dichten Gewühl jemand einen Schließfachschlüssel fallen. Aura hebt ihn auf, erkennt aber nicht, wer ihn verloren hat. Dann sieht sie, daß der Schlüssel mit Blut beschmiert ist.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Im Roman ist das Blut am Schlüssel durch den subtileren Stern ersetzt worden und verweist somit direkt auf den Mörder Grimauds:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sie blickte vor sich auf den Boden und entdeckte einen Schlüssel, den jemand direkt vor ihren Füßen verloren hatte. Nicht ihr Problem. Dann sah sie den Strohstern, der daran befestigt war. Ein Strohstern mit sechs Zacken.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right; font-size: 12px;">[Auszug aus: Hanka Jobke: Die Entstehung des Romans. In: Kai Meyer: Die Unsterbliche. Heyne Verlag, München 2011, S. 414–428.]</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.diealchimistin.de/entstehung-die-unsterbliche/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
